Krimi-Autor

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Oft werde ich gefragt, wie ich zum Krimi-Schreiben gekommen bin. Das hat ohne Zweifel etwas mit meiner Liebe zum Lesen zu tun.

Das Lesen der berühmten Klassiker im Kinder- und Jugendbuchbereich begflügelte meine Fantasie. Ich war mit den ›Fünf Freunden‹ unterwegs, löste mit den ›Drei Fragezeichen‹ knifflige Fälle und saß nachts am Lagerfeuer der Appachen, wo ich mit Winnetou und Old Shatterhand die Friedenspfeife rauchte. Ich saß am Ruder des Drachenbootes, mit dem der Wikinger Leif Erikson Grönland entdeckte und schlug blutige Schlachten mit König Artur und den Rittern der Tafelrunde. Viele großartige Geschichten habe ich miterlebt, seitdem ich lesen konnte und jede hat mein Leben bunter und spannender gemacht und hat meinen geistigen Horizont wachsen lassen. Werke aus der Antike wie die Ilias und die Odyssee des blinden griechischen Dichters Homer ließen mich die Schönheit der Sprache begreifen, die Dramen von William Shakespeare zeigten mir die Abgründe der menschlichen Seele und vermittelten mir Werte wie Treue, Aufrichtigkeit, Respekt. Beim Lesen von Sandor Marais genialem Werk »Die Glut« betrank ich mit mit einer unglaublichen Sprache, die so köstlich und so schwer war wie ungarischer Rotwein. Harry Potters Abenteuer führten mich in eine Parallelwelt, in der ich wieder ein Junge sein konnte, der mit Magie begabt ist.

Viele großartige Werke der unterschiedlichen Genres, verfasst von genialen Schriftstellern könnte ich noch aufzählen. Doch auch so wird, denke ich, meine Liebe zu Büchern und zu den Geschichten, die sie enthalten, deutlich.

Daher begann ich dann auch das Theologiestudium mit dem festen Vorsatz, Journalismus als Aufbaustudium im Anschluss zu studieren. Mein Herr und Schöpfer hatte anderes mit mir vor, weshalb ich schließlich Pfarrer geworden bin. Doch nach einigen Jahren im Amt wuchs der Wunsch in mir, einen Kriminalroman zu schreiben. Die unterschiedlichsten Ideen überfielen und bedrängten mich förmlich, wenn ich mit meinem Hund spazieren ging. Auf diese Weise kam mir die Idee zu meinem ersten Kriminalroman »Die Farben des Zorns«. Ich begann im Urlaub und an freien Abenden mit den Arbeiten daran. Doch zuvor wurde ich gefragt, ob ich beim ersten Wächtersbacher Literaturwettbewerb teilnehmen wollte, der vom Kleinkunstkreis Märzwind in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Dichtung und Wahrheit ausgerichtet wurde. Eine Kurzgeschichte sollte es sein, die in Wächtersbach geographisch verortet ist. So entstand innerhalb weniger Wochen des Sommers im Jahr 2003 eine schwarze Krimikomödie mit dem Titel »Fisch – tot?«, für die ich dann ein gutes Jahr später den ersten Preis bekam. (Zu lesen in der Anthologie »Wächtersbacher Autoren«.) Das Schreiben dieser Kurzgeschichte ermutigte mich, das ›Großprojekt Krimi‹ endlich zu beginnen.

Im Oktober des Jahres 2005 hatte ich meine Geschichte fertig geschrieben und fand in Bernhard Naumann einen Verleger, der sehr interessiert daran war.

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6 Antworten zu Krimi-Autor

  1. Susanne Fischer schreibt:

    Ich habe schon sehr viele Kriminalromane von Bestsellerlisten

    gelesen, Ihr „die Farben des Zorns“ gehört eindeutig dazu !

    Ich freue mich schon auf Ihren nächsten Roman.

    S. Fischer, Flörsbachtal

  2. Vera Peichl Kumar schreibt:

    Habe selten so spannende und intelligente Krimis gelesen – und freue mich schon auf die Fortsetzung im Jahr 2009.
    Viel Erfolg wünscht Ihnen V.Peichl Kumar aus Hofhegnenberg

  3. Charlotte Graf schreibt:

    Hallo!!!

    Ich bin wahnsinnig begeistert von ihren Büchern ,grade deswegen weil man einige orte kennt die in ihren Geschichten erwähnt werden!
    Wann kommt das vierte??? Hoffe schlafender Drache war nicht das letzte Buch!!!!!!!

    Lg

  4. Birgit Becker schreibt:

    Hallo,

    ich kann mich Frau Graf nur anschließen!!!!

    LG

  5. Ulrike Schmid schreibt:

    Hallo,
    habe grade innerhalb weniger Stunden den Schlafenden Drachen „verschlungen“. Spannend und faszinierend, vor allem weil er im Kinzigtal spielt, weil ich viele Stellen – auch den Weiherhof – kenne.

    Der Schluss des Schlafenden Drachens lässt eigentlich darauf schliessen, dass es weiter geht, denn ich möchte gern die Reaktion der Eltern erfahren – ja und natürlich alles über Casparis und Clara weiteres gemeinsames Leben.

    Bitte lassen Sie sich nicht zu lange Zeit mit dem nächsten Band!

    Vielen Dank!

    Viele Grüße

  6. Silvia & Gerhard Lang schreibt:

    Hallo Matthias
    Durch Zufall sind wir auf Deine Seite gekommen und wir waren wirklich erstaunt, als Du plötzlich – neben Deiner Leidenschaft zu Karate und Kirche (oder muss man das umkehren?) als Autor Talente an den Tag legst, die man nicht als alltäglich bezeichnen kann. Wir fragen uns natürlich, wie ein Pfarrer sich gedanklich in diesen menschlichen Abgründen zurechtfindet aber vermutlich muss hier der Spruch des alten Terenz Anwendung finden: Homo sum. Humani nil a me alienum puto.
    Wir lesen gerade Band 2 und müssen ohne Umschweife zugeben: von Anfang bis zum Schluss spannend und nicht einfach zu durchschauen!! Und nebenbei keine schlechte Art, den Menschen die Bibel (zumindest in Teilen) näher zu bringen.
    Natürlich werden wir auch die anderen Veröffentlichungen kaufen und lesen.
    Und vielleicht sieht man sich ja auch wieder einmal.
    Beste Grüße von

    Silvia & Gerhard
    (Stichwort: Nordkap 1986)

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